Achteinhalb Jahre Haft für 89-jährigen Westerheimer wegen Totschlags

Im Mordprozess gegen den 89-jähriger Westerheimer ist der Schuldspruch gefallen. Das Memminger Landgericht hat den Angeklagten zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Mit seinem Urteil blieb das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die zehn Jahre Haft gefordert hatte. Wie die Anklagevertretung werteten die Richter den tödlichen Schuss auf den Sohn nicht als Mord, sondern als Totschlag, die Schüsse auf den Verwandten als versuchten Totschlag. Die Verteidigung hatte auf fahrlässige Tötung plädiert und eine deutlich niedrigere Haftstrafe verlangt. Zuvor hatte der psychiatrische Gutachter dem Mann eine Demenz bescheinigt, so dass er zur Tatzeit womöglich vermindert schuldfähig gewesen sei. Der Angeklagte beteuerte in seinem Schlusswort noch einmal, dass er niemanden habe umbringen wollen. Der 89-jährige hatte bei einem Streit seinen Sohn erschossen. Ein Verwandter überlebte, weil die auf ihn abgefeuerten Kugeln an seinem Handy und Schlüsselbund abprallten. Auslöser der Schüsse war nach Ansicht des Gerichts, dass der Angeklagte Angst hatte, man wolle ihn bestehlen.

 

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2017-01-24T07:00:00+01:00
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