Bewährungsstrafe im Türkheimer Steuerskandal

Im sogenannten Türkheimer Steuerskandal hat das Memminger Amtsgericht den 62-jährigen Angeklagten zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Der Mann hatte als Beamter über Jahre hinweg zu wenige Steuerbescheide verschickt und dadurch einen Millionenschaden verursacht. Gut 1,1 Millionen Euro waren es am Ende laut Berechnung des Gerichts, die der Verwaltungsgemeinschaft Türkheim an Steuereinnahmen entgangen sind, weil der 62-jährige über 1000 Steuerbescheide nicht bearbeitet hat. Trotzdem blieb es am Ende bei einer Bewährungsstrafe von 11 Monaten Gefängnis und 2.400 Euro Geldstrafe. Für den Angeklagten sprach, dass er sich nie selbst bereichert hatte und wegen einer Depression vermindert schuldfähig war. Damit ist die Sache für den 62-jährigen aber noch nicht erledigt: Ihm drohen noch erhebliche Regressansprüche über ein Disziplinarverfahren.

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2018-12-04T07:51:03+01:00
HITRADIO RT1 Südschwaben