Corona update

Täglich werden es mehr: Im Landkreis Unterallgäu gibt es inzwischen 99 Corona-Fälle und auch in Memmingen stieg die Zahl weiter an: Aktuell sind es 26 Infizierte. Im Ostallgäu sind es bereits weit über 100, auch hier ist ein zweites Todesopfer zu beklagen. Im Landkreis Günzburg sind es 68 Personen, die positiv getestet sind. Dies sind im Vergleich zu gestern 14 Personen mehr. Auch die Verdachtsfälle sind um 31 auf 61 gestiegen, ebenso die Zahl der Personen, welche sich unter Quarantäne befinden ist von gestern auf heute von 270 auf 277 Personen gestiegen.
Die Stadt Memmingen hat wegen Corona auch die Regelungen für Beerdigungen verschärft: Ab sofort sind Trauerfeiern in geschlossenen Räumen nicht mehr zulässig. Die Aussegnungshalle am Waldfriedhof wird geschlossen. Eine Trauergesellschaft darf nur noch maximal 15 Personen umfassen.
Der Kinder- und Jugendärztliche Bereitschaftsdienst in Memmingen wird wegen der aktuellen Corona-Situation ausgelagert: Ab dem Wochenende (28. März 2020) findet der Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) nicht mehr in den Räumlichkeiten der Memminger Kinderklinik (Bismarckstraße 23) statt, sondern im nahegelegenen Gebäude in der Bismarckstraße 2. Der Bereitschaftsdienst steht den Bürgern an den Wochenenden und Feiertagen von 9 bis 21 Uhr zur Verfügung, wenn die Kinderarztpraxen geschlossen haben.

Die Stadt Memmingen schickt noch folgende Mitteilung:
Neben dem Gesundheitsamt haben seit heute (27.3.) auch Hausarztpraxen in Memmingen die Möglichkeit, Patientinnen und Patienten zur Testung auf das Coronavirus zur zentralen Abstrich-Station zu schicken. Seit einer Woche testet das Gesundheitsamt an der Abstrichstation bereits vorrangig Personen, die direkten Kontakt zu Infizierten hatten. „Die Stadt Memmingen stellt die Infrastruktur der Abstrichstation zur Verfügung und übernimmt die verwaltungstechnische Koordination der Tests“, erläutert Oberbürgermeister Manfred Schilder, der die Vorbereitungen an der zentralen Teststation in der Stadionhalle verfolgt hat. Die Teststation wird von den Johannitern und dem Technischen Hilfswerk organisiert. Wie bei den Testungen des Gesundheitsamts, gilt auch bei den Abstrichen der Hausärzte: Man kann nicht ohne Termin zur Stadionhalle fahren und um einen Test bitten. Aufgrund der limitierten Abstrichkapazität gelten klare Vorgehensweisen, wie Allgemeinmediziner Dr. Jan Henrik Sperling erklärt, der ärztliche Koordinator der Hausarzt-Tests: „Junge, fitte Menschen müssen definitiv nicht getestet werden. Wenn sie Erkältungssymptome zeigen, sollten sie mit ihren Familienangehörigen zwei Wochen in häuslicher Quarantäne bleiben. Darum kümmert sich der Hausarzt. Wir testen vor allem Kranke mit einer relevanten Vorerkrankung wie etwa einer Herz-, Atemwegs- oder Krebserkrankung. Wenn sie Symptome wie Fieber, Husten oder Halsschmerzen zeigen, entscheidet der Hausarzt ob sie getestet werden sollten und vereinbart einen konkreten Termin mit uns.“ Die Terminanfragen richten die Hausarztpraxen an Robert Jäger, den Personalratsvorsitzenden der Stadtverwaltung, der die Terminvergabe koordiniert. Getestet werden außerdem Personen, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, z.B. Pflegeberufe, Ärztinnen/Ärzte oder Feuerwehrleute.
Neben der eigenen Hausärztin/dem Hausarzt ist auch weiterhin der hausärztliche Notdienst unter der Telefonnummer 116 117 Ansprechpartner für diejenigen, die Erkältungssymptome haben.

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2020-03-27T16:41:45+02:00
HITRADIO RT1 Südschwaben