Ehepartner mit Öl übergossen: Gericht sieht Verzweiflungstat

Im März hatte in einem Krumbacher Asylbewerberheim eine 20-jährige Somalierin ihren Ehemann mit heißem Öl übergossen, weil er sie wegen einer anderen Frau verlassen wollte. Dafür musste sie sich nun vor Gericht verantworten. Es war eine Verzweiflungstat, wie das Gericht feststellte. Acht Monate Flucht, quer durch die Wüste, dann übers Mittelmeer und über Italien nach Deutschland – das Paar hatte viel mitgemacht, ehe es nach Krumbach kam. Dann wollte ihr Mann sie verlassen, zu einem Zeitpunkt als sie schwanger war – das löste einen extremen emotionalen Ausnahmezustand aus, wie ihr der Richter zugute hielt. Ich wusste nicht, was ich tue, kann es nicht erklären, sagte die Frau zu der Tat, als sie eine Pfanne heißen Öls über ihren schlafenden Mann goss. Das Gericht beließ es bei einer Bewährungsstrafe, zumal sich das Paar wieder versöhnt hat – auch wenn der Mann sein Leben lang durch die Narben am ganzen Körper entstellt sein wird.

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2016-12-16T16:09:52+01:00
HITRADIO RT1 Südschwaben