Einbrecher von Kötz muss vier Jahre und neun Monate ins Gefängnis

Im Prozess gegen einen 21-jährigen vor dem Memminger Landgericht wegen versuchten Mordes nach einem Einbruch in Kötz ist das Urteil gesprochen worden. Der Angeklagte muss vier Jahre und neun Monate ins Gefängnis. Das Gericht wertete die Tat als gefährliche Körperverletzung, auch die Staatsanwaltschaft war zuvor in ihrem Plädoyer vom Vorwurf des versuchten Mordes abgerückt. Da der Mann zum Tatzeitpunkt erst 20 Jahre alt war und der Gutachter eine Reifeverzögerung feststellte, wurde er nach dem Jugendstrafrecht verurteilt. Mit seinem Strafmaß blieb das Gericht weit unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die sechs Jahre und zehn Monate Haft gefordert hatte.  Der Angeklagte hatte schon zu Prozessbeginn ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er hatte zugegeben, im Dezember 2015 nachts in ein Einfamilienhaus in Kötz eingestiegen zu sein und den 58 Jahre alten Bewohner niedergestochen zu haben, als ihn dieser überraschte. Ärzte retteten dem Mann in einer Not-OP das Leben. Nach der Tat war der Einbrecher in Nordrhein-Westfalen untergetaucht, dort aber nach akribischen Ermittlungen einer Sonderkommission geschnappt worden.

 

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2017-02-10T06:31:14+01:00
HITRADIO RT1 Südschwaben