Massiver Sozialversicherungsbetrug: Pflegekräfte-Vermittler legt Revision ein

Auch nach einem Gerichtsurteil gegen einen Thannhauser Vermittler von Pflegekräften wegen Beihilfe zu massivem Sozialversicherungsbetrug ist der Prozess noch nicht zuende: Der 70-jährige hat jetzt Revision eingelegt. Der Bundesgerichtshof soll den Fall neu aufrollen. Vor einigen Monaten war der Mann zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es damals als erwiesen an, dass er hunderte Familien bewusst in die Straffälligkeit getrieben hat, indem er ihnen billige Pflegekräfte aus Osteuropa vermittelte. Die Familien haben die Pflegekräfte dann nicht ordnungsgemäß angemeldet. So entstand den Sozialkassen ein Schaden von rund 2,7 Millionen Euro. Laut des Verteidigers ist aber nicht bewiesen, dass der Verurteilte wusste, dass die Familien die Pflegekräfte nicht anmelden würden. Also könne er auch nicht wegen Beihilfe belangt werden.

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2018-04-16T06:06:55+02:00
HITRADIO RT1 Südschwaben