Nach Rasierklingen-Attacke: 22-jähriger kommt in Psychiatrie

Das Memminger Landgericht hat einen 22-jährigen wegen versuchten Totschlags verurteilt. Der Mann ist im vergangenen November im Memminger Gefängnis mit einer Rasierklinge auf Wärter und Mithäftlinge losgegangen. Ein Wärter erlitt bei der Attacke schwere Schnittverletzungen am Hals und im Gesicht. Wie sich im Prozess herausstellte, hatte der Angeklagte schon vor einiger Zeit in einem anderen Gefängnis aus einem Einwegrasierer ein Messer gebastelt. Das wurde allerdings entdeckt, bevor es es benutzen konnte. Zudem hat der 22-jährige schon mehrmals Mithäftlinge angegriffen und verletzt. Der Mann leidet offenbar an einer psychischen Störung. Nach Ansicht des Gerichts ist er daher nicht schuldfähig. Er ist aber weiterhin gefährlich für die Allgemeinheit. Er kommt daher nicht ins Gefängnis, sondern in die geschlossene Psychiatrie.

800 800
https://www.rt1-suedschwaben.de/nach-rasierklingen-attacke-22-jaehriger-kommt-in-psychiatrie-18484/
2017-08-10T09:20:21+02:00
HITRADIO RT1 Südschwaben