Plädoyers im Mord an Syrerin

Im Prozess vor dem Memminger Landgericht um den Mord an einer 35-jährigen Syrerin sind die Plädoyers gehalten worden. Angeklagt sind der Ehemann und dessen Bruder. Die Staatsanwaltschaft fordert für die beiden Angeklagten lebenslänglich wegen gemeinschaftlichen Mordes. Habsucht, Gier, Eifersucht, verletzte Familienehre – das hätte die beiden zu der Tat getrieben. Der Verteidiger des Ehemannes der Frau plädierte hingegen auf sieben Jahre und drei Monate wegen Totschlags. Es sei eine Tat aus dem Affekt heraus gewesen. Der Verteidiger des Bruders forderte für seinen Mandanten sogar einen Freispruch, weil es keinen klaren Beweis, sondern nur Indizien für eine Tatbeteiligung gäbe. In der Anklageschrift heißt es, dass die beiden Männer die Frau auf ein Grundstück in Memmingerberg gelockt, sie dort getötet und vergraben haben. Das Urteil soll am 24. Januar gesprochen werden.

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2019-01-14T18:29:29+01:00
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