Prozess Kindesmisshandlung: Geständnis über Anwalt

Im Prozess gegen den 37-jährigen Mann wegen Kindesmisshandlung vor dem Memminger Landgericht hat sich der Angeklagte am ersten Verhandlungstag noch nicht näher zu den Tatvorwürfen geäußert.
Er ließ lediglich ein Geständnis über seinen Anwalt verlesen. Als der Verteidiger die Ereignisse schildert, bricht der Angeklagte in Tränen aus. Das alles habe er nicht gewollt. Weil seine sechs Monate alte Tochter nicht einschlafen wollte, hatte er sie so lange geschüttelt , bis sie still war. Tatsächlich hatte das Kind eine Hirnblutung und wird deshalb ihr Leben lang geistig und körperlich schwerst behindert, sprich ein Pflegefall sein. Der Anwalt sprach aber auch davon, dass sein Mandat mit dem Kind völlig überfordert gewesen sei, zumal er auch Alkoholiker ist. An den nächsten Prozesstagen werden Zeugen und Gutachter gehört, ein Urteil ist für den 4. Juli vorgesehen. Dem Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Gefängnis.

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2018-06-27T07:47:48+02:00
HITRADIO RT1 Südschwaben