Prozess um Türkheimer Steuerskandal

Er soll über 1,3 Millionen Euro Schaden für die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Türkheim verursacht haben, weil er über Jahre hinweg zu wenige Gewerbesteuerbescheide verschickt hat.
Dafür muss er sich heute vor dem Memminger Amtsgericht verantworten. Dem ehemaligen, heute 63-jährigen Verwaltungsbeamten wird Untreue in mehreren Fällen vorgeworfen.Das Motiv ist unklar. Sein Anwalt sagte im Vorfeld, dass er nicht vorsätzlich gehandelt habe, sondern gar nicht anders konnte. Für den heutigen Prozess sind ein Gutachter und sieben Zeugen, darunter auch die Bürgermeister von Türkheim, Rammingen, Wiedergeltingen und Amberg geladen. Dem Angeklagten droht bis zu fünf Jahren Haft. In Türkheim hofft man, dass mit dem Prozess ein Schlussstrich unter die Affäre gezogen wird. Nach Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten standen Rathaus-Mitarbeiter und Gemeinderäte quasi unter Generalverdacht. Die Geschichte machte als sogenannter Türkheimer Steuerskandal überregional Schlagzeilen.

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2018-10-25T06:47:11+02:00
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