Schutzmaterial wird verteilt – Bedarf deutlich höher

Zwar wird mittlerweile die dringend benötigte Schutzausrüstung an Kliniken, Praxen, Senioren- und Pflegeeinrichtungen verteilt, doch Zufriedenheit klingt anders. Memmingens Oberbürgermeister Manfred Schilder kritisiert nämlich die viel zu kleinen Kontingente. Die Zuteilung für die Kommunen richte sich allein nach der Einwohnerzahl, aber die Stadt versorge beispielsweise am Klinikum deutlich mehr Menschen als nur ihre eigenen Bürger. Der festgelegte Schlüssel passt nicht, so Schilder. Dabei ist das Klinikum Memmingen seit 1. April nach einer Verfügung des bayerischen Gesundheitsministeriums ein Schwerpunkt-Krankenhaus für Corona-Infektionen für die Region Donau-Iller – also für die Stadt Memmingen sowie die Landkreise Unterallgäu, Neu-Ulm und Günzburg.
Auch im Landkreis Unterallgäu werden derzeit Masken, Handschuhe und Schutzanzüge an die Kliniken, Arztpraxen und Heime verteilt – und auch hier reicht das Material bei weitem nicht aus, wie Landrat Hans-Joachim Weirather moniert. Wir tun alles, um zusätzliche Ausrüstung zu bekommen, so der Kreischef. Tatsächlich sei der abgefragte Bedarf bei den jeweiligen Einrichtungen um ein Vielfaches höher als derzeit zur Verfügung steht. Der Landkreis habe zusätzlich auch spezielle Stoffe zum Nähen von Schutzmasken zugeteilt bekommen. Dieser Stoff werde laut Weirather einer Firma gegeben, die daraus Masken für die medizinischen und pflegerischen Einrichtungen im Landkreis fertigt.

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2020-04-03T13:35:18+02:00
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